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Sauna Stromverbrauch: Was ein Saunagang wirklich kostet

Ein 9-kW-Ofen klingt nach viel. Wir rechnen vor, was ein Saunaabend tatsächlich an Strom kostet, warum die Dämmung mehr ausmacht als der Ofen und wie Sie den Verbrauch mit einfachen Mitteln senken.

spaPRO Redaktion
·
3. September 2026
·
4
Min. Lesezeit
Innenraum einer Suncube Sauna M mit Holzbänken und Saunaofen

Die Frage nach dem Stromverbrauch kommt meist mit einem besorgten Blick auf das Typenschild: 9 Kilowatt. Das ist so viel wie vier Backöfen. Die gute Nachricht: Ein Saunaofen läuft mit voller Leistung nur beim Aufheizen. Danach hält er die Temperatur und schaltet sich in Intervallen zu. Wir rechnen einen typischen Saunaabend durch und zeigen, wo die Kosten wirklich entstehen.

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Die Rechnung für einen Saunaabend

Nehmen wir eine Außensauna mit 8 Kubikmetern Innenraum und einem 9-kW-Ofen, wie die Suncube M.

  • Aufheizen: etwa 45 bis 60 Minuten bei voller Leistung, also rund 7 bis 9 Kilowattstunden.
  • Halten: Bei 85 Grad läuft der Ofen nur noch zeitweise, im Schnitt etwa mit einem Drittel der Leistung. Zwei Stunden Saunaabend mit drei Gängen: rund 6 Kilowattstunden.
  • Summe: etwa 13 bis 15 Kilowattstunden je Saunaabend.

Bei einem Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde sind das etwa 4 bis 4,50 Euro pro Abend. Wer zweimal in der Woche sauniert, kommt auf rund 35 bis 40 Euro im Monat. Im Winter bei Frost liegt der Verbrauch der Außensauna eher am oberen Ende, im Sommer darunter. Eine Innensauna im beheizten Haus braucht für dieselbe Größe deutlich weniger, weil sie nicht gegen die Außentemperatur anheizt.

Was den Verbrauch bestimmt

Die Dämmung

Der größte Hebel. Massive Holzbohlen speichern Wärme und geben sie gleichmäßig zurück; eine DEISL Sauna nutzt dafür die Vollholzkonstruktion und Schafschurwolle als Dämmung. Bei thermobehandeltem Holz wie bei der Suncube sorgt die Holzstruktur selbst für geringe Wärmeleitung. Dünne Paneelkabinen aus dem Baumarkt verlieren dagegen ständig Wärme, und der Ofen läuft entsprechend länger.

Das Glas

Eine Panoramawand ist ein Fenster, und Fenster leiten Wärme. Dreischichtiges Sicherheitsglas, wie es die Suncube verwendet, hält deutlich mehr Wärme zurück als einfaches Glas. Wer maximale Effizienz will, wählt weniger Glasfläche; wer den Blick will, nimmt ein paar Kilowattstunden in Kauf.

Die Ofenleistung

Ein zu schwacher Ofen ist teurer als ein zu starker: Er heizt endlos, ohne die Zieltemperatur zu erreichen. Die Faustregel liegt bei etwa einem Kilowatt je Kubikmeter Kabinenvolumen, bei viel Glas und Außenaufstellung eher mehr. Deshalb sind 9 Kilowatt für 8 Kubikmeter im Freien richtig bemessen.

Die Temperatur

Jedes Grad kostet. Wer bei 75 statt 90 Grad sauniert, braucht spürbar weniger Energie. Eine Bio-Sauna mit 55 bis 65 Grad und mehr Luftfeuchte ist die sparsamste Form, Infrarot noch einmal darunter.

Sechs Tipps, die Strom sparen

  • Vorheizen per App: Sie starten den Ofen, wenn Sie wirklich losgehen, nicht vorsorglich eine Stunde früher. Öfen mit Wi-Fi-Steuerung wie der HUUM in der Suncube oder die App-Steuerung bei DEISL machen das möglich.
  • Tür zu: Jede Minute offene Tür kostet Aufheizzeit. Handtücher, Wasser und Aufguss vorher bereitstellen.
  • Mehrere Gänge hintereinander: Die Kabine ist heiß, nutzen Sie sie. Drei Gänge an einem Abend sind günstiger als drei Abende mit je einem Gang.
  • Nicht auf Vorrat heizen: Viele Steuerungen haben ein Wochenprogramm. Es ist bequem, aber nur sinnvoll, wenn Sie den Termin auch einhalten.
  • Steine und Ofen sauber halten: Verkalkte Steine und Staub auf den Heizstäben senken die Wärmeabgabe.
  • Eigenen Strom nutzen: Mit Photovoltaik und Speicher lässt sich die Sauna am Nachmittag nahezu kostenfrei aufheizen.

Blick aus einer Holz-Sauna durch die Panoramawand auf eine verschneite Landschaft

Und der Holzofen?

Ein holzbeheizter Ofen braucht keinen Strom, dafür Holz, Zeit und einen Schornsteinfeger. Er ist ein Erlebnis für das Wochenende, aber keine Alltagslösung. Rechnen Sie außerdem mit einer Genehmigung, weil ein Holzofen eine Feuerstätte ist.

Was das für Ihre Entscheidung heißt

Der Stromverbrauch einer gut gedämmten Sauna ist ein Posten im Bereich einer Kinokarte pro Abend. Die Dämmung entscheidet mehr über die Kosten als der Ofen, und die Bedienung mehr als die Technik. Wer bei der Kabine spart, zahlt beim Strom. In der Beratung rechnen wir Ihnen die Werte für Ihr Modell und Ihren Standort vor.

Häufige Fragen

Braucht die Sauna Strom, wenn sie aus ist?

Die Steuerung zieht im Standby wenige Watt, etwa wie ein Router. Das ist im Jahr ein Betrag im einstelligen Eurobereich.

Kann ich die Sauna mit einer 230-Volt-Steckdose betreiben?

Nur sehr kleine Öfen bis etwa 3,6 Kilowatt. Für eine vollwertige Kabine brauchen Sie 400 Volt Drehstrom mit eigenem Stromkreis.

Wie lange dauert das Aufheizen im Winter?

Bei einer gut gedämmten Außensauna mit 9 Kilowatt etwa 45 bis 60 Minuten, bei Frost eher 60. Eine Innensauna schafft es oft in 30 bis 40 Minuten.

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